Wie ich auf die Idee zu einem Buch über Beyhaqîs „Geschichte des Mas’ûd“ kam


Letztes Mal habe ich Ihnen versprochen, Ihnen die Entstehungsgeschichte meiner Buchidee zu erzählen. Wie Sie sich vorstellen können, war diese Idee kein Ergebnis verkaufsorientierter Marktforschung. Es ist vielmehr ein Buch über eine meiner persönlichen Leidenschaften und mein Versuch, sie auch Lesern verständlich zu machen, die keine Fachleute sind. Ein sehr persönliches Projekt also.

Eine Buchidee entsteht

Das Bedürfnis, endlich einmal für ein breiteres Publikum zu schreiben, hatte ich schon länger. Dieser Blog verdankt sich demselben Bedürfnis. Aber ich wäre wahrscheinlich nicht ohne Anstoß von außen auf die Idee gekommen, ausgerechnet über Beyhaqîs in Deutschland unbekanntes Geschichtswerk ein Sachbuch zu schreiben. Daß ich es trotzdem getan habe, kam so:

Vor einigen Jahren erzählte mir meine Kollegin Claudia Preckel, die Sie bereits aus ihren Gastbeiträgen auf diesem Blog kennen, daß ein Kollege in Indien eine Buchreihe über indische Historiker herausgeben wolle. Die Bücher sollten um die hundert Seiten umfassen, verständlich geschrieben sein und wenige Fußnoten enthalten. Etwas für eine breitere Leserschaft eben.

Die Idee sprach mich sofort an, und ich hielt das für eine gute Gelegenheit, mich nebenbei wieder einmal systematisch mit einem meiner Lieblingsthemen zu befassen: Beyhaqîs Geschichtswerk. Deshalb schlug ich dem indischen Kollegen vor, auch einen Band über Beyhaqî einzuplanen.

Nun ist Beyhaqî zwar streng genommen kein indischer Historiker – schließlich diente er einer Dynastie, deren Hauptstadt im heutigen Afghanistan lag. Doch die Ghaznaviden beherrschten auch ausgedehnte Gebiete im damaligen Nordindien. Deshalb interessierten sich für ihre Geschichte lange Zeit vor allem muslimische indische Historiker. Sogar die ältesten Handschriften, die uns von Beyhaqîs Geschichtswerk erhalten sind, liegen in Indien und sind auch dort entstanden. Persisch war ja Jahrhunderte lang auch in Indien die überregionale Verwaltungs-, Hof- und Kultursprache.

So gesehen, kann man es durchaus vertreten, Beyhaqî in eine Reihe über indische Historiker aufzunehmen. Das sah auch der indische Kollege so. Wir vereinbarten also, daß ich das Buch über Beyhaqî für seine Reihe schreiben würde.

Nun mußte ich mich nur entscheiden, ob ich es direkt auf englisch schreiben wollte. Das wäre zwar sicher eine gute Übung gewesen, aber es hätte mir nicht halb soviel Spaß gemacht wie auf deutsch. Schließlich ist es in erster Linie eine Herausforderung an Sprachbeherrschung und Stil, sich verständlich auszudrücken. Da ist die Muttersprache die bessere Wahl. Außerdem hätte man in einem englischen Buch von mir ohnehin einiges korrigieren müssen, denn es wäre nie mit dem Buch eines Muttersprachlers vergleichbar gewesen.

Erstmal auf deutsch

Daher habe ich mich entschieden, das Buch erst einmal auf deutsch zu schreiben und es dann für die indische Reihe ins Englische übersetzen zu lassen. Es wird also in jedem Fall auch noch als gedrucktes Buch erscheinen – allerdings auf englisch und in Indien. Wann, ist noch nicht sicher. Ob es eine deutsche Druckversion geben wird, hängt von der Nachfrage ab.

Die Entscheidung für ein deutsches Original hatte aber noch zwei weitere Gründe: Erstens kann ich davon nicht nur eine englische Version anfertigen lassen, sondern sie auch als Basis für eine persische Version verwenden. Denn in Iran ist Beyhaqîs Geschichtswerk ganz im Gegensatz zu Deutschland sehr bekannt. Zweitens wollte ich gerade ein verständlich formuliertes Buch den deutschsprachigen Lesern nicht vorenthalten.

Natürlich ist die Publikation des deutschen Buches ein Experiment, denn ich möchte Menschen für etwas begeistern, wovon sie bisher noch nie etwas gehört haben. Ich bin schon sehr gespannt, wie dieses Experiment ausgehen wird.

Deshalb habe ich mich auch für ein günstiges E-Book entschieden: Wenn ich das Angebot eines interessierten Verlags angenommen hätte, dann hätte die gedruckte Version knapp 25 € gekostet, die PDF-Version fast 20 €. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich würde für ein handliches Sachbuch zu einem interessant klingenden, aber mir unbekannten Thema nicht soviel Geld ausgeben.

Mein E-Book bietet deshalb dieselbe Qualität zu einem erheblich günstigeren Preis. 🙂 Sie werden es ja bald sehen.

Damit Sie erkennen können, wie sehr es sich lohnt, das E-Book zu kaufen, bekommen Sie ab jetzt in jedem Beyhaqî-Beitrag eine kleine Kostprobe aus dem Text. 😉 Nächstes Mal fangen wir mit dem Vorwort an, dann kommt die Einleitung usw.

Schauen Sie einfach wieder herein, wenn ich einen Beitrag zu Beyhaqîs „Geschichte des Mas’ûd“ veröffentliche!


Donate Button with Credit Cards

Advertisements

5 Kommentare zu „Wie ich auf die Idee zu einem Buch über Beyhaqîs „Geschichte des Mas’ûd“ kam“

  1. Hm, für ein Sachbuch, das ich spontan kaufe, würde ich wahrscheinlich auch nicht so viel Geld ausgeben – für eines, das ich gezielt kaufe (auf Empfehlung und/oder weil ich mich mit dem Thema gerade beschäftige) könnte ich mir das aber schon vorstellen.

    Jedenfalls bin ich mal auf die Leseproben gespannt 🙂

    1. Danke für das Feedback zum Thema Kaufpreis! 🙂

      Ich dachte bei meiner Aussage an Spontankäufe, denn das Thema ist ja nicht allzu bekannt. Deshalb wollte ich gern, daß das Buch auch Leute anzieht, die wie ich offen für neue Themen sind, aber nur interessehalber nicht gleich über zwanzig Euro hinblättern wollen oder können. Es gab auch schon Zeiten, da hätte ich mir das schlicht nicht leisten können.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s