Endlich fertig! – “Das weinende Schreibrohr” ist als E-Book erhältlich

EIGENTLICH wollte ich mein Beyhaqî-E-Book ja schon heute vor einer Woche ins weltweite Netz freilassen. Doch die Technik war dagegen. Jetzt ist es endlich geschafft, und nach einer Woche Verzögerung darf ich Ihnen den Link zum primären Shop präsentieren: Epubli. Ich habe Ihnen ja schon erzählt, daß das Buch als Verlags-PDF um die 20 € gekostet hätte (als Print ca. 25 €). Jetzt kostet es nur 4,99 €. 🙂

Natürlich können Sie das Buch auch bei anderen E-Book-Shops oder bei Amazon kaufen. Aber dann verdiene ich weniger daran. 😉 Außerdem ist es im Moment dort noch nicht online. Da ich keinen Kopierschutz (DRM) vorgesehen habe und Epubli nach eigener Aussage nur die Anzahl der Downloads beschränkt (ärgerlich genug), sollte es aber kein Problem sein, die Originaldatei (epub) ins Amazon-Format (mobi) umzuwandeln. Ein gut geeignetes kostenloses Programm dafür ist Calibre.

Oder Sie warten einfach, bis es bei Amazon verfügbar ist. Ich werde das natürlich hier melden, sobald ich es sehe. 🙂

Vom Abenteuer, eine epub-Datei zu erstellen

Warum sich die Publikation eine ganze Woche verzögert hat? – Ich erzähle es ihnen in Auszügen. Als ich letztes Wochenende alles schön für den Dateiexport formatiert hatte – vieles recht aufwendig von Hand – und der Text mit meinem teuer erworbenen professionellen Schreibprogramm ins epub-Format exportiert war, mußte ich feststellen, daß die Datei ein paar Schönheitsfehler hatte.

So war an einer Stelle fett formatierter Text nicht als Fettdruck exportiert worden, obwohl auf derselben Seite an anderer Stelle exakt dieselbe Formatierung korrekt übertragen war. Zumindest ist mir nicht aufgefallen, worin der Formatierungsunterschied bestanden hätte.

Doch der schwerste Fehler war, daß mein Coverbild weder auf meinem E-Reader noch in der E-Reader-App auf meinem Smartphone zu sehen war. Das Cover und die erste Seite des Buches waren einfach weiß.

Das konnte so natürlich nicht bleiben – schon gar nicht, nachdem ich mir die Mühe gemacht hatte, ein professionelles Cover mit der Abbildung echter Handschriftenseiten des Werkes erstellen zu lassen. Also kontaktierte ich den Support des Programms.

Nun ist dieser Support sehr freundlich und relativ schnell. Auf diesem Wege erfuhr ich, daß das Problem nicht allein in der Datei liegen konnte, sondern im Zusammenspiel von Datei und Readern. Auf einem anderen Reader wurde das Coverbild nämlich korrekt dargestellt (und in den Reader-Programmen auf meinem Computer auch). Offenbar basieren die Funktionalität meines E-Book-Readers und meiner Smartphone-Reader-App auf derselben Software. Beide sind aber recht verbreitet. Daher half mir diese neue Erkenntnis nicht viel weiter.

Ich bin mir zwar sicher, daß die Programmentwickler sich der Sache annehmen werden, aber darauf konnte ich nicht warten. Also habe ich nachgedacht und ein bißchen auf meinem Computer gestöbert. Dabei fand ich in meinem Linux Ubuntu ein Programm zum Editieren von E-Books. Damit kann man auf den HTML-Code zugreifen. Nur leider bin ich ein HTML-Idiot.

Deshalb konnte ich den wesentlichen Unterschied zwischen der Codierung meiner anderen E-Books, deren Cover in meinen Readern allesamt korrekt dargestellt werden, und meiner eigenen E-Book-Datei nicht herausfinden. Das HTML-Skript sah so komplett unterschiedlich aus, daß ich nicht wußte, welches Element ich wie hätte ändern müssen. Anders verhielt es sich mit dem Fettdruck-Problem: Das konnte ich einfach durch Kopieren der passenden Befehle aus der korrekt dargestellten Zeile im selben Format lösen.

Letzten Endes und nach mehreren mißglückten Versuchen kam ich auf den Gedanken, das Programm zu benutzen, um das Cover aus der Datei zu entfernen. Wie das im Schreibprogramm geht, nachdem man das Cover einmal festgelegt hat, habe ich nämlich noch nicht herausgefunden. Danach habe ich das Cover einfach in Calibre wieder hinzugefügt (mit der Einstellung “Seitenverhältnis beibehalten”, damit es später nicht verzerrt wird) und die Datei mit diesem Programm neu codiert.

Das wird zwar nicht empfohlen, weil Calibre anscheinend bei unsachgemäßer Handhabung (also bei Anfängern wie mir) Fehler in der Datei verursacht. Aber mir blieb nicht viel anderes übrig, und der von Epubli empfohlene Online-Check der Datei ergab keine Fehler. Leider mußte ich sie trotzdem noch einmal neu erstellen, weil Epubli nach dem Upload nicht den ganz am Ende durch “Umbenennen” gewählten Dateinamen anzeigt, sondern den Namen, unter dem die Datei erstellt wurde.

Nachdem ich also gestern und heute mehrere Stunden investiert habe, ist nun endlich eine Datei fertig geworden, in der alle vorher festgestellten Fehler entfernt sind. Zumindest sieht es auf meinen beiden Reader-Programmen auf dem Computer und auf den beiden externen Geräten so aus. Ich bin also fertig damit. Fix und. Aber ich habe jede Menge gelernt und werde die Sache beim nächsten Buch gleich geschickter angehen.

Nun kann ich nur hoffen, daß die Datei bei Ihnen korrekt angezeigt wird. Beim Lesen von E-Books muß man allerdings wissen, daß der Leser auf seinem E-Reader von der Schriftart über den Block- oder Flattersatz bis hin zum Zeilenabstand und den Rändern fast alles selbst einstellen kann. Es ist daher praktisch unmöglich, eine Datei so zu erstellen, daß sie auf allen Readern immer gut aussieht.

Und warum eine epub-Datei bei Epubli?

Epubli und das epub-Format habe ich aus zwei Gründen ausgewählt:

1) Ich habe selbst KEINEN Kindle (und zwar mit Absicht) und lese deshalb gern epub-Dateien. Deshalb mag ich es bei selbstpublizierten Amazon-E-Books auch nicht, wenn sie einen Kopierschutz haben, denn dann darf man sie nicht umwandeln. Auf anderen Plattformen gibt es sie aber oft gar nicht. Das heißt dann, daß ich sie nur in der Amazon-App auf dem Smartphone oder Computer lesen kann. Und da die auf dem Smartphone eine Zeitlang immer abgestürzt ist …

2) Epubli tritt als Verlag auf. Das heißt zwar, daß sie das E-Book nur an die anderen Shops verteilen, wenn man für knapp 15 € eine ISBN kauft. Aber dafür muß man seine private Wohnadresse nicht ins Impressum schreiben, sondern kann Epubli als Verlag angeben. Das finde ich ganz angenehm.

Wie gut die Entscheidung für Epubli ist, wird die Zukunft zeigen. Ich bin jedenfalls gespannt. Jetzt wünsche ich Ihnen aber erstmal viel Spaß mit meinem E-Book, das Sie ja hoffentlich kaufen werden! 😉

Angaben zum Cover (Beitragsbild)

Coverdesign: Linda Woods

Fotograf des Hintergrundbildes: aopsan/Shutterstock.com

Abbildung der Handschrift (Handschrift Nr. 3865, Tārīḫ-e Beyhaqī, Malek-Bibliothek Teheran, S. 117-118) mit freundlicher Genehmigung der Malek-Bibliothek Teheran und der Malek-Stiftung Maschhad

Donate Button with Credit Cards

3 Kommentare

  1. Pingback: [Persophonie] Endlich fertig! – “Das weinende Schreibrohr” ist als E-Book erhältlich – #Iran

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.