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Nourûz naht, und wir haben tatsächlich Frühling!

Zumindest hier im deutschen Südwesten war es bis vor kurzem sonnig und warm. So richtig schön frühlingshaft, inklusive Vogelzwitschern. Da bekommt man richtig Lust auf ein Frühlingsfest wie Nourûz.

So heißt das iranische Neujahrsfest, das nicht nur im heutigen Iran, sondern auch im Rest der aktuellen und zum Teil auch der ehemaligen „Persophonie“ sowie allgemein unter iranischen Völkern gefeiert wird, zu denen zum Beispiel auch die Kurden gehören.

Dieses Jahr ist es am Montag soweit, und zwar schon gegen 12 Uhr mittags. Genau können Sie es zum Beispiel auf dieser Website am Countdown verfolgen:

http://www.7seen.com/

Auch wir werden natürlich wieder unser extrem deutsches (weil ziemlich nüchternes) „Haft-Sîn“ aufstellen – also die Nourûz-Tischdekoration. Sie muß sieben Gegenstände enthalten, deren Bezeichnungen mit dem Buchstaben „sîn“ beginnen. Das ist ein scharfes „s“.

Mit dem sabze habe ich dieses Jahr geschummelt und statt Getreide Kresse gezogen. Das sieht natürlich deutlich dürftiger aus, kann aber hinterher gegessen werden und wächst vor allem schneller. Ja, ich habe es mal wieder verschlafen, gleich zu Monatsbeginn auszusäen. Das aktuelle Ergebnis sehen Sie hier:

Seit 2014 habe ich zu Nourûz aber nicht nur jedes Jahr ein „Haft-Sîn“ aufgestellt, sondern auch Blogbeiträge verfaßt – zunächst über historische Hintergründe und die Bräuche. Dann habe ich aus dem ʿOmar Khayyâm zugeschriebenen Nourûz-nâme die Passage über die höfischen Feierlichkeiten im vorislamischen Iran für Sie ins Deutsche übertragen und letztes Jahr Nourûz bei den Moguln nach der Schilderung des Mogulherrschers Dschahângîr vorgestellt.

In diesem Jahr wären also entweder die Safaviden (1501-1722) oder die Ghaznaviden (977-1186) an der Reihe. Beide Herrscherhäuser haben Nourûz offiziell und mit viel Prunk begangen – die Ghaznaviden zusätzlich auch das Herbstfest  Mehrgân (zu dem auch mal ein Beitrag fällig wäre).

Nur habe ich keine griffigen Quellenpassagen zur Safavidengeschichte zur Hand, die ich Ihnen übersetzen könnte, damit Sie eine direkte Schilderung bekommen. Und die unter den Ghaznaviden anläßlich des Nourûzfestes angefertigten Verse der ghaznavidischen Hofdichter Manûtschehrî und Farrochî (st. ca. 1037/38) verlieren ein wenig an Reiz, wenn man sie ins Deutsche überträgt.

Eine Schilderung von Feierlichkeiten am Safavidenhof, wie man sie der einschlägigen Literatur entnehmen kann, habe ich, soweit ich mich erinnere, bereits in meine historischen Nourûz-Beiträge integriert.

Also belasse ich es in diesem Jahr dabei, Sie auf die älteren Beiträge zu Nourûz hinzuweisen und ein bißchen Feierstimmung zu verbreiten. Hier die Liste der älteren Beiträge:

1) Meine Nourûz-Miniserie zu Bräuchen und historischen Hintergründen:

2) Nourûz im vorislamischen Iran nach dem Nourûz-nâme

3) Nourûz bei den Moguln

Und wie üblich, wenn ich Feierstimmung verbreiten will, muß ein bißchen Musik her und ich auf YouTube zurückgreifen.

Für diejenigen, die eher sanfte Musik mit schönen Frühlingsbildern bevorzugen, hätte ich dies hier anzubieten:

Wenn Sie eher an Discomusik interessiert sind, finden Sie in diesem Mix sicher etwas Passendes. Einfach mal Vorspulen (den Anfang finde ich persönlich nicht so umwerfend, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache):

Falls Sie sehen und hören wollen, wie bei einer öffentlichen Nourûz-Feier in Iran musiziert und getanzt wird, schauen Sie sich doch mal dieses Video vom Grabmal des Dichters Hâfez (Hafis) in Schiras an:

Und wenn Sie eher professioneller Tanz zu Nourûz im Weißen Hause interessiert, wird Ihnen das hier vielleicht gefallen (so etwas werden wir demnächst wohl eher nicht mehr zu sehen bekommen, vermute ich):

Ich hoffe, es ist etwas Passendes für Sie dabei!

Schließlich darf zu Nourûz ein Geschenk nicht fehlen, wenn Festtagsstimmung aufkommen soll. Deshalb gibt es dieses Jahr auch eine Nourûz-Preisaktion für mein Beyhaqî-E-Book: Heute bekommen Sie es zum halben Preis. Die Links zu den Stores finden Sie hier.

Bleibt uns von der Persophonie noch, all denen, die es feiern, ein schönes Fest zu wünschen:

عید شما مبارک

Bildnachweis

Beitragsbild: Haft-Sîn
Quelle: Wikimedia Commons
Urheber: Hessam M. Armandehi
Lizenz: Creative Commons 3.0

Bild im Beitrag: eigenes Bild vom 17.03.2017

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