Medizin, Körper und Geschlecht

Auf dieser Seite soll es um Konzepte von Medizin, Körper, Geschlecht und Geschlechtsverkehr in der graeco-islamischen Medizin gehen. Eine moderne Variante dieser Medizin wird in Indien heute als „Unani Medicine“ bezeichnet. Ein Klick auf den Titel des Beitrags führt zum vollständigen Text.

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Leichensektionen im muslimischen Mittelalter – Erste Rechercheergebnisse

Neulich hat auf meinem Blog eine plötzliche Steigerung der Seitenaufrufe und Kommentare stattgefunden. Auslöser war ein neuer Leser, der sich durch eine Reihe von Beiträgen gearbeitet und diese auch gleich kommentiert hat. An einigen Stellen ergaben sich daraus fruchtbare kleine Diskussionen. Eine davon möchte ich hier aufgreifen: Die Frage nach dem Verbot von Leichensektionen im muslimischen Mittelalter. weiterlesen

Avicenna – Ibn Sînâ als Arzt

War Ibn Sînâ – in Europa als Avicenna bekannt – überhaupt das, was wir uns heute unter einem Arzt vorstellen?

Damit meine ich: Hat Ibn Sînâ eigentlich in nennenswertem Umfang als Arzt praktiziert? Denn unter “Arzt” stellen wir uns heute doch jemanden vor, der tatsächlich Patienten behandelt. weiterlesen

Ibn Sînâ (Avicenna) und der Streit zwischen Ärzten und Philosophen

Oder: Was steuern Frauen zur Zeugung von Kindern bei?

Spätestens aus meinem letzten Beitrag zu Ibn Sînâ wissen Sie, daß er keineswegs nur medizinische Werke verfaßt hat, sondern Meister einer ganzen Palette von Wissenschaften war – bei mittelalterlichen Gelehrten durchaus nicht ungewöhnlich. Insbesondere die Philosophie war ein wichtiges Betätigungsfeld für ihn, und er war ein feuriger Verfechter der Philosophie des Aristoteles (384-322 v.u.Z.). weiterlesen

Gelehrter Vagabund: Ibn Sînâs (Avicennas) Lebensreise

Aus aktuellem Anlaß möchte ich Ihnen heute die Stationen eines abenteuerlichen Lebens erzählen – des Lebens von Ibn Sînâ. Er war ein berühmter Universalgelehrter des 11. Jahrhunderts, der in Europa auch unter dem Namen Avicenna und spätestens seit dem “Medicus” weiterlesen

Medizin zwischen Mythos und Wirklichkeit: Die Hohlnadel und die Staroperation

Wenn belegt ist, daß es bestimmte chirurgische Instrumente wirklich gab, dann lassen diese Instrumente auf die damals gängige medizinische Praxis und die Möglichkeiten erfolgreicher Operationen schließen, richtig? – Falsch! weiterlesen

Medizin zwischen Mythos und Wirklichkeit: Die Chirurgie unter Muslimen des Mittelalters

Im Mittelalter war die Medizin in der islamisch geprägten Kultur viel weiter entwickelt als in Europa, so scheint es. Insbesondere Berichte über sehr fortschrittliche Operationstechniken machen die Runde, nicht zuletzt in historischen Romanen. Und tatsächlich gibt es mehr als genug medizinische Texte auf arabisch und persisch, die solche Operationen beschreiben. Wenn also in der medizinischen Literatur über Jahrhunderte hinweg Operationen immer wieder detailliert beschrieben werden, kann man daraus dann schließen weiterlesen

Warum Geschlechtsverkehr manchmal gesund ist und manchmal ungesund

Jedenfalls nach der verbreiteten Auffassung in meinen Quellen ist er das: gesund oder ungesund, je nachdem. Diese Quellen sind einige persische Medizinwerke aus dem 12. bis 18. Jahrhundert und natürlich der arabische Qânûn fi t-tibb, also der Canon des Avicenna. Wer genau wissen will, was in welchem Buch steht, kann sich ja in ein bis zwei Jahren weiterlesen

Warum Frauen kalt und feucht sind und was das bedeutet

Vor einiger Zeit habe ich hier erläutert, wie man sich gemäß der Humoralmedizin den menschlichen Körper und sein Temperament vorgestellt hat. Dabei bin ich im letzten Blogbeitrag zum Thema Medizin, Körper und Geschlecht von weiterlesen

Wo das Gestern noch lebendig ist: Die indo-muslimische „Unani Medicine“

Wir alle kennen die Begriffe „Temperament“ und „Humor“. Nur erkennen wir am Alltagsgebrauch dieser Begriffe nicht mehr, daß sie einen medizinischen Ursprung haben. Sie stammen nämlich aus der Humoralmedizin (oder: Humoralpathologie), der „Säftelehre“. Das war die in Europa bis ins 19. Jahrhundert vorherrschende Medizin. Sie wurde in der Antike entwickelt und ist mit den Namen Hippokrates (5.-4. Jh. v. u. Z.) und Galen (2. Jh. n. u. Z.) verbunden. Auch in der islamisch geprägten Kultur folgte man der „Säftelehre“. Christen, Juden und Muslime beteiligten sich an der Übersetzung griechischer Schriften ins Arabische. Unter Einbeziehung altpersischer und indischer Kenntnisse entwickelten arabisch und persisch schreibende Gelehrte diese Medizin weiter. Schließlich lernten die Europäer im Mittelalter weiterlesen

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